Beim Kukuruz hebeln

Beim Kukuruz-Hebeln treffa sie d’Leit, Nochbarn Freunde und Bekannte, denn sie haben für so a Orwat auf’d Nocht a paar Stund Zeit.

Do gibts a Gaudi, es is recht lustig, is da Haufa noch so groß, vü Händ mocha a schnös End. Se sitz’n beinander am Haufn in oller Gemütlichkeit, tuan plaudern oda singa und trotschn üba d’Leit. Nit jeda sogt die Woahrheit und mauncha tuat recht liagn und nebenbei des Hebeln, dass nur so die Blattl’n fliagn. Auf amol schreit da Seppal „I hob an roten Kolbn, do derf i ma va an Dirndl a Bussal holn“. De Dirndln san dakeimma und rennen olli weg, grod die oldi Resi Muahm bleibt sitz’n auf ihrm Fleck. Dem Seppal hot des Bussal va da Resl Muahm nit g’schmeckt und den roten Kolbn hot er ins Jausnsackl g’steckt. De Muahm hot g’schimpft, weil a de gaunzn Leit hot vatriebn und für se zwoa de gaunze Orwat üwa bleibt. Beim nächsten Hebeln is das Seppal wieda mit dem roten Kolbn ausa g’ruckt und wieda san's olli zwengan Bussal davaun. Vo da Resl Muahm hot er koa Bussal mehr woll’n, hot den Kolbn in a Eck g’haut, is auf und davon und hot de Resl Muahm mit dem großen Haufn Kukuruz alloa lossn.

Quelle: Manuskript von Elisabeth Lambert

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